
Creepy Nuts sind zweifellos eine der derzeit angesagtesten japanischen Bands – und das vor allem dank ihrer eingängigen Melodien in den Intros & Outros in Anime!
Mit ihren Hits „Bling-Bang-Bang-Born” zu dem Anime Mashle oder „Otonoke” für DAN DA DAN haben sie auf der ganzen Welt wochenlang für Ohrwürmer gesorgt. Doch ihre Reise in die Welt der Anime begann schon eher – nämlich im Jahr 2022 mit Call of the Night und ihrem Soundtrack der Nacht! 🌃🦇
Für die 1. Staffel lieferten sie das Intro und Outro, sowie einen Zwischensong in der letzten Episode. Diesen Sommer kehrten sie zurück, um die Titelmelodien „Mirage“ und „Nemure“ zur zweiten Staffel von Call of the Night zu performen.
Call of the Night und Creepy Nuts verbindet eine außergewöhnlich starke Beziehung. Denn seit der Veröffentlichung des Mangas ist bekannt, dass sich Autor Kotoyama vom Creepy Nuts Song „Yofukashi no Uta“ inspirieren ließ. Er war derart begeistert von dem Lied der Band, dass er den Songtitel im Japanischen auch als Titel für seinen Manga wählte.
Das Duo hat sich freundlicherweise mit ADN zusammengesetzt, um uns exklusive Einblicke zur Entstehung ihrer Musik zu gewähren. Also lasst im Hintergrund die Songs von Creepy Nuts laufen und habt viel Spaß mit dem Interview! 🎶
Euer Song „Yofukashi no Uta” aus 2019 hat Kotoyama-sensei so sehr inspiriert, dass er euren Titel für seinen Manga wählte. Wie habt ihr reagiert, als ihr gehört habt, dass eure Musik die Entstehung einer neuen Geschichte prägt?

DJ Matsunaga: Es war mir eine große Ehre. Die Vorstellung, dass unsere Musik zur Entstehung eines Mangas beiträgt, ist unglaublich.

R-Shitei: Die Nacht hat mir so viel gegeben – Nervenkitzel, Vergnügen, Musik, Freunde, …
Meine Songtexte handeln von meiner persönlichen Beziehung zur Nacht. Ich konnte es kaum erwarten zu sehen, wie es Kotoyama-sensei inspirieren würde – und zwar noch bevor ich den Manga überhaupt gelesen hatte.Und als ich hörte, dass es sich um eine Liebesgeschichte zwischen einem Jungen und einer Vampirin handelt, dachte ich: „Das macht total Sinn!“
Haben der Manga oder der Anime euch beim Komponieren der neuen Songs für die Serie inspiriert? Könnt ihr euch mit den Herausforderungen der Charaktere oder dem Vampir-Thema identifizieren?

R-Shitei: Durch den Song „Daten“ (Staffel 1, Episode 1) habe ich mich als jemand dargestellt, der alle Warnungen ignoriert und sich immer weiter in die Welt der Nacht und Musik stürzt. Mit anderen Worten: als jemand, der zu einem Vertrauten wird.
Wenn ihr an die Entstehung von „Yofukashi no Uta“ zurückdenkt, was hat euch damals inspiriert? Hat sich die Bedeutung des Songs verändert, seitdem er mit dem Manga und Anime verbunden ist?

R-Shitei: „Yofukashi no Uta“ (Outro von Staffel 1) handelt davon, wie ich mit 14 Jahren das erste Mal die Nacht erlebte.
„Daten“ (Opening von Staffel 1) erzählt, wie ich immer tiefer in sie hineingezogen wurde.
„Losstime“ (Song aus der letzten Folge von Staffel 1) beschreibt den Moment, als ich von der dunklen, stillen, tiefen Güte der Nacht gerettet wurde.
Es ist also nicht so, dass sich die Bedeutung der Songs verändert hat. Vielmehr hat sich meine Beziehung zur Nacht verändert. Dabei entstand jedes Mal ein neuer Song.
Es ist selten, dass ein Künstler sowohl das Intro wie das Outro für einen Anime komponiert. Und noch seltener kommt dies über mehrere Staffeln hinweg vor. Wie habt ihr euch gefühlt, als ihr zwei Jahre später erneut gebeten wurdet, Songs für Call of the Night aufzunehmen?

R-Shitei: In den zwei Jahren dazwischen bin ich Vater geworden. dadurch hatte ich das Gefühl, aus einer völlig neuen Perspektive zu schreiben.
Gab es eine bestimmte Szene in Call of the Night, die euch im Gedächtnis geblieben ist oder die euch musikalisch besonders inspiriert hat?

R-Shitei: Es war weniger eine einzelne Szene als vielmehr die gesamte zweite Staffel, die mich tief inspiriert hat.

R-Shitei: Da ich gerade ein Kind bekommen hatte, sollte ich tagsüber wie ein Erwachsener leben. Doch es fiel mir schwer, mich von der Nacht zu lösen. Das Gefühl transportiere ich in „Mirage“ (Titelsong von Staffel 2). Meiner Meinung nach passt das perfekt zur zweiten Staffel.
Neben Call of the Night habt ihr auch Songs für Anime wie Mashle und DAN DA DAN geschrieben. Inwiefern unterscheidet sich das Schreiben von Songs für Anime gegenüber eurer weiteren Musik? Ändert sich euer kreativer Prozess, wenn der Song mit einer Geschichte oder Figuren verbunden ist?

R-Shitei: Hip-Hop als Kunstform erzählt im Grunde die eigene Geschichte. Wenn ich schreibe, suche ich nach Gemeinsamkeiten zwischen mir selbst und den Figuren oder der Geschichte. Wenn sie sich stark überschneiden, ist das ein großartiges Gefühl.
Ich habe zum Beispiel schon immer Geistergeschichten, urbane Legenden und Yōkai geliebt – die machen den Kern von DAN DA DAN aus.
Also dachte ich mir: „Den Song muss ich schreiben, nur ich kann das!“ Und so kam „Otonoke“ (das Intro von DAN DA DAN) zustande.
Um zum Abschluss weniger ernsthaft zu werden: Wenn ihr plötzlich selbst Vampire werden würdet, wie würdet ihr eure Nächte verbringen?

DJ Matsunaga: Ich würde in Ruhe zu Hause bleiben und niemandem Ärger bereiten.
In den letzten Jahren seid ihr durch eure Anime-Songs in Europa und auf der ganzen Welt bekannt geworden. Habt ihr eine Botschaft, die ihr euren Fans mitteilen möchtet?
Wo kannst du Call of the Night streamen?
Streame jetzt Staffel 1 & 2 von Call of the Night bei ADN und erlebe die Songs von Creepy Nuts in Aktion!
Insgesamt erwarten dich 25 Episoden im japanischen Original mit deutschen Untertiteln im Stream bei ADN.

Synopsis zu Call of the Night
Kō Yamori leidet unter Schlaflosigkeit. Vom Alltag gelangweilt, schwänzt er tagsüber die Schule, um nachts ziellos in der Stadt umherzuwandeln. Bei Nacht fühlt sich Kō freier als am Tag! Dann trifft er auch noch auf die schöne und mysteriöse Nazuna Nanakusa. Sie ist doch tatsächlich ein Vampir und will ihm beibringen, wie man die Nacht so richtig genießt! Fasziniert über ihr Leben, bittet er sie, ihn ebenfalls zum Vampir zu machen. Die einzige Bedingung? Kō muss sich in Nazuna verlieben! Doch ausgerechnet dieses Thema fällt beiden unerwartet schwer …











